Ausstellungsarchiv 2026

25. Februar bis 10. Mai 2026 (verlängert)

“Herzkrug” ist das Ergebnis eines Fehlers. Ich dachte, ich hätte es bei Christine Lavant gelesen. Der Fehler bleibt nicht nur als Titel, sondern auch als Modell für die Arbeiten. Malerei ist ein altes und langsames Medium und gerade deshalb nachgiebig. Es kann falsche Entscheidungen, unbeholfene Übergänge und widersprüchliche Ebenen tragen, ohne auseinander zu fallen. In den letzten Jahren basierten meine Bilder streng auf den Kompositionen anderer Werke. Für diese Serie habe ich mich davon entfernt. Die Motive beziehen sich weiterhin auf die Bilder anderer, z.B. Kupka, Kertész, Gedő oder Egger-Lienz, dazu kommen Referenzen aus Mode, privaten Fotos und Online Culture. Die Bilder sind keine Darstellungen, sondern Resultate von Kollaboration, Apparaten, und Missverständnissen. Sie zeigen nicht die Welt, sondern die Art, wie sie heute durch Bilder erlebt wird. Was sich anhäuft, ist Affekt in Form geliehener Intensitäten. “Herzkrug” bleibt als funktionales Label bestehen, trotz seines fehlerhaften Ursprungs. (Anna Rettl)

Anna Rettl, geboren 1992 in Villach, lebt und arbeitet in Kopenhagen, Dänemark. Sie studierte Malerei an der Akademie der bildenden Künste Wien sowie an der Royal Danish Academy of Fine Arts in Kopenhagen. Zudem nahm sie am Postgraduate-Programm MAUMAUS teil. Sie ist Teil des Kollektivs Jennifee-See Alternate, mit dem sie Ausstellungen organisiert. Ihre Werke wurden unter anderem bei Matteo Cantarella, O – Overgaden und in der Kunsthal Charlottenborg in Kopenhagen gezeigt.

30. Mai bis 6. September 2026

Im Rahmen des EU-Projekts „Climate Art City“, das Kunst, Kultur und partizipative Formate nutzt, um Klimaschutz und Nachhaltigkeit in der Stadt sichtbar zu machen, präsentieren zahlreiche Schulklassen aus ganz Kärnten ihre Projektergebnisse. Sie haben sich mit dem Thema Biodiversität im Zuge des Kidsmobil-Workshops „Kleine Künstler*innen für eine große Vielfalt“ der wissens.wert.welt des kärnten.museum auseinandergesetzt. 

Gezeigt werden bildlich dokumentierte Tier-Rettungsinseln, die von den Kindern in der Umgebung ihrer Schulen mit Naturmaterialien erbaut wurden. Außerdem laden interaktive Stationen sowie speziell für die Workshops entwickelte Materialien zum Fühlen, Entdecken und zum spielerischen Lernen in der Ausstellung ein. 

Im Zuge dieses vom Institut für Unterrichts- und Schulentwicklung der Universität Klagenfurt betreuten Projekts werden auch drei Klassen prämiert, die die meisten Rettungsinseln zu den drei beliebtesten Tieren gebaut haben (Igel, Wolf und Luchs). Der Erlös aus dem Verkauf der Fotografien ist für den Climate Fund Klagenfurt bestimmt. 

Wissenschaftliche Begleitung: Ao.Univ.-Prof. Mag. Dr. Franz Rauch, Mag. Dr. Cornelia Malojer, Mag. Petra Korenjak und Stefanie Margarita Preiml, Bakk. MSc. (Universität Klagenfurt) Leitung Projektumsetzung: Katharina Kavallar, MA, MSc. (kärnten.museum) 

Eine Ausstellung der Stadtgalerie Klagenfurt in Zusammenarbeit mit kärnten.museum, Universität Klagenfurt und Climate Fund Klagenfurt. 

Mit freundlicher Unterstützung von: JUMP DOME Klagenfurt und VOLKSKINO Klagenfurt