KLAGENFURT 500 - verbrannt, verschenkt und wachgeküsst

28.4.2018 bis 6.01.2019


Täglich außer MO von 10 bis 18 Uhr, feiertags außer MO von 10 bis 18 Uhr.

Ab Juni jeden 1. Freitag im Monat von 10 bis 20 Uhr, 
am 6.10.2018 (Lange Nacht der Museen) bis 24 Uhr geöffnet!
7.10., 1.11. sowie von 24.12. bis 26.12.2018 geschlossen.


Grundstein der Ausstellung, wie der heutigen Stadt Klagenfurt, ist der Gabbrief – die verschriftlichte Schenkung der
damaligen, durch Feuer zerstörten Stadt Klagenfurt – aus dem Jahr 1518. Ohne diese Schenkung von Kaiser Maximilian I.
an die Kärntner Landstände wäre Klagenfurt wohl weder die Landeshauptstadt Kärntens noch jenes kulturelle Zentrum geworden, das Klagenfurt mittlerweile ist.

Der Gabbrief vom 24. April 1518, Kärntner Landesarchiv


Weitere Meilensteine sind jene Zutaten, die für Klagenfurt vor 500 Jahren und in 500 Jahren notwendig waren und notwendig sein werden: die Menschen, die Politik, die Infrastruktur, die Religion und jene Mythen, Geschichten und Originale, die einer
Stadt ihre Seele und ihr Leben geben.

Diese Ausstellung widmet sich in einer durchgängigen Präsentationsebene den ersten 150 Jahren und der Baukunst dieser noch heute die Stadt prägenden architektonischen Manifestationen, die jene Zeit beginnender wirtschaftlicher Prosperität nach dem zerstörenden Großbrand von 1514 und der nachfolgenden Übergabe der Stadt durch Kaiser Maximilian I. im Jahr 1518
sehr eindrucksvoll vermitteln können. 

Klagenfurt aus der Vogelperspektive im 17. Jhdt,
Landesmuseum Kärnten

Landkarte von Kärnten Carinthia mit Darstellung der Stadt Klagenfurt Ducatus Ausschnitt,
Landesmuseum Kärnten

Der initiative Gestaltungswille der Kärntner Landstände offenbart sich insbesondere mit der Errichtung des repräsentativen Landhauses, des Klagenfurter Doms als vormalig protestantische Kirche, aber auch in der verstärkten Rolle der Landstände
als Förderer und Auftraggeber der Kunst- und Kulturschaffenden jener Zeit. 

Stadtrichterschwert, 1574, Kunstsammlung Landeshauptstadt Klagenfurt am Wörthersee


Diese architektonischen und künstlerischen Äußerungen werden im Rahmen der Ausstellung bildlich vermittelt und korrespondieren mit zeitgenössischen Kunstwerken aus der Sammlung der Stadt Klagenfurt und eigens von den Literaten
Anna Baar und Egyd Gstättner für die Ausstellung verfassten Texte, die das historische Stadt-Ensemble für die Betrachter
von heute in der Gegenwart verorten und Fragen für die Zukunft thematisieren. Die Ausstellung endet mit Kurzbeiträgen
von Konrad Paul Liessmann, Josef Winkler und Alexander Widner.

Ein Schwerpunkt der Ausstellung mit hoher Wertanmutung manifestiert sich in der Präsentation der bedeutenden Münz-
und Medaillensammlung Dreer. - Der Mediziner Franz Ritter von Dreer zu Thurnhub (1812–1872) hinterließ testamentarisch seiner Geburtsstadt Klagenfurt eine Sammlung im Ausmaß von ca. 10.000 Münzen, Medaillen und Bleisiegeln sowie
150 Bände ausgesuchter numismatischer Literatur.


Eröffnungsbilder und Ausstellungsimpressionen hier:
www.mein-klagenfurt.at