ZORAN MUŠIČ | Die Schenkung

23. Jänner bis 1. März 2020


Das bewegende Oeuvre des 1909 im kleinen Ort Bukovica bei Görz geborenen und 2005 in Venedig verstorbenen slowenisch-italienischen Malers und Grafikers Zoran Mušič beeindruckt insbesondere durch die Kraft seiner Individualität, die sich stets von aktuellen Zeitströmungen fernhielt. Mušič verfolgte konsequent seinen malerischen Weg, der - obwohl an der Figuration
orientiert - immer aus dem Inneren heraus entstanden ist und niemals als Wiedergabe der Außenwelt verstanden werden darf.

Am 13. März musste die große ZORAN MUSIC Schau "Faszination der Malerei" in den Haupträumen der Stadtgalerie Klagenfurt aufgrund der Covid-19-Pandemie vorzeitig beendet werden. Wer die Ausstellung bis dahin noch nicht besuchen konnte, der hatte nun die Möglichkeit eine Spezialauswahl daraus im Living Studio zu sehen.

Die rund 60 Werke umfassten die Themenbereiche Landschaftsdarstellungen Dalmatiens, der Toskana und Umbriens, Porträts, Stadtbilder aus Paris und Venedig sowie Gemälde aus seiner berühmten Cavallini-Serie. Diese Pferdedarstellungen wurden zu einem Symbol für Freiheit und Menschlichkeit. Ebenfalls Teil der Ausstellung: seine berührenden wie gleichermaßen schockierenden Arbeiten der Serie Wir sind nicht die Letzten aus den 1970er Jahren – Zeugnis des unauslöschlichen Traumas seiner Erlebnisse im Konzentrationslager Dachau.

In einem zweiten Bereich des Living Studios präsentierte die Stadtgalerie Klagenfurt Arbeiten auf Papier aus der hauseigenen Sammlung. Die Werke waren eine Schenkung des Künstlers an die Stadt Klagenfurt aus dem Jahre 1992. Die Aquarelle, Farbradierungen, Pastell-, Bleistift- und Buntstiftzeichnungen umfassten thematisch den großen Themenbereich der Landschaften (Felslandschaften, Sienesische und Dalmatinische Landschaften) sowie Ansichten von Venedig und Cortina, ergänzt durch zwei Selbstportraits und einem Portrait seiner Frau Ida.
 

Ausstellungsansichten von Gerhard Maurer

Ausstellungsansichten von Gerhard Maurer

Ausstellungsansichten von Gerhard Maurer