GERDA SMOLIK – Die Leichtigkeit des Seins
15. Mai bis 30. Juni 2019

Wer schillernde Porzellankunst mit Rokoko-Ornamentik und Dekor assoziiert, liegt bei Gerda Smolik falsch.
In ihren Arbeiten sind Glanz und Zauber nur vordergründig.
 

Kinderspiel, Steinzeug I Rakubrand


Porzellan befindet sich üblicherweise im selben semantischen Kontext mit Glamour. Nicht bei Gerda Smolik. In ihren Arbeiten sind Glanz und Zauber nur vordergründig da, in den Figuren selber befindet sich das gesamte pralle Leben, mit allem, was dazugehört: Tod, Leben usw. Ihre plastischen Werke (in Porzellan oder Steinzeug) geben die Leiden und Freuden des Lebens, das oft vielleicht zu intensiv gelebt wird, wieder. Das allzu Menschliche ist das Leitmotiv ihres Schaffens. Die Ausstellung im Living Studio der Stadtgalerie Klagenfurt zeigt einen Querschnitt durch ihr Werk.

Text: Mag. phil. Alexander Gerdanovits

Casanova, Porzellan, 2015 I ca. 43 cm

Die bizarre Figurenwelt der Künstlerin verkörpert das pralle Leben voll von Sinnlichkeit, Humor, Freud und Leid.
Opulente, nackte Körper, groteske Tiergestalten und absurd-komische Wesen gehen hier Hand in Hand mit
tabubrechender Gestaltungsfreude. Das allzu Menschliche mit all seinen skurrilen Variationen ist das Leitmotiv
des Schaffens Gerda Smoliks.

Blick in die Ausstellung