RUDI BENÉTIK – Medley

28. September bis 18. Dezember 2016

Täglich außer MO von 10 bis 18 Uhr / feiertags außer MO von 10 bis 18 Uhr.
Am 2.10. und 1.11. geschlossen, im Rahmen der „Langen Nacht der Museen“ am 1. Oktober bis 24 Uhr geöffnet!

  

Rudi Benétik ist ein Welt- und Weitreisender. Was also liegt näher, als eine Ausstellung, in der er die Besucherinnen und
Besucher, mit nimmt auf eine ganz persönliche Reise in seine Vergangenheit, in verschiedenste Länder, zu Städte und Orte,
die mit ihren Gerüchen, Farben und Geräuschen intensiven Einfluss auf seine Kunst gehabt haben?! 

Blick in die Ausstellung MEDLEY

Es ist eine faszinierende, symbolhafte und multikulturelle Welt, in die wir eintauchen können: so begegnen uns etwa das mythische Umfeld eines nepalesischen Schamanen, laut gestikulierende Schneider, die auf den Straßen Neu Delhis bunte Saris anfertigen oder Rauchschwaden, die schwer über einer Bar in einem Jazzlokal in Jersey/New York hängen, während die prickelnde Atmosphäre, die die dunkel-kehlige Stimme der Sängerin heraufbeschwört, förmlich spürbar ist. – Denn Rudi Benétik erlebt seine Umgebung mit allen Sinnen: Sehen, Riechen, Hören, Schmecken, Fühlen. - Und er überträgt all das, den visuellen Eindruck, die Gerüche, die Laute, ja die gesamte Stimmung, in seine Werke.

New Delhi #01 / 2006
schwarze Kreide, Acrylfarben auf Buntpapier, indisches Zeitungspapier, Papierserviette collagiert auf Baumwolle

Im Grunde ist Rudi Benétik ein Naturfanatiker: Er ist passionierter Gärtner, sein Zen-Garten ist ihm ein Heiligtum. Seine Veränderungen im Wandel der Jahreszeiten  faszinieren und inspirieren ihn zu verschiedensten Werken, auch in Form dreidimensionaler Hängeskulpturen. - Die Leichtigkeit, die der Künstler in seinem Garten fühlt und ihn angenehm umhüllt,
wird symbolisiert und versinnbildlicht im luftigen Gebilde des gecrashten Papiers und der feinen schwarzen Kaligrafien. 

Spontanes Ambiente / 2016
Hängeskulptur aus Draht, PVC Folie, Bienendraht, Zeitschrift, Acrylfarbe und schwarzer Kreide

Rudi Benétik gilt als eher stiller Künstler mit einem gewissen Hang zur Askese: „Sokrates sagte, es gibt Vieles, was ich nicht
nötig habe. Das gilt auch bei mir in meinen Arbeiten. Je weniger drinnen ist, desto mehr beschäftige ich mich mit den Sachen,
die ich nicht hineingegeben habe.“