CHARLOTTE SCHNABL Schattierungen (nach einer wahren Begebenheit)

Täglich außer Montag von 10 bis 18 Uhr, feiertags außer Montag von 10 bis 18 Uhr.
Am 1.11.2014 ist die Galerie geschlossen!


Charlotte Schnabl legt den Fokus ihrer Arbeiten darauf, „Unsichtbares sichtbar zu machen“. Die Techniken, die Schnabl für ihre Kunst einsetzt, umfassen neben anderen Zeichnung und Collage. Ihr Bildträger ist dabei stets Papier.

Den Arbeiten von Schnabl liegt durchwegs eine gewisse Faszination an Geometrie und Struktur zugrunde, aber auch an der Abstraktion – jedoch stets getragen von einer gewissen Leichtigkeit.

Schnee-Detail-Bleistift-auf-Papier-2013


Mitunter bilden klassische naturwissenschaftliche Methoden und Beobachtungen den Ausgangspunkt ihrer Arbeiten, wie z. B. das Trocknen und Pressen von Pflanzen oder ornithologische Studien. Im Unterschied zu diesen Urformen der wissenschaftlichen Annäherung an Fauna und Flora strebt Schnabl jedoch nicht nach Erkenntnis.

120-Grad-Gepresste-Pflanzen-und-Buntstift-auf-Papier-2013


Entgegen ihrer stark konzeptuell geprägten Ausbildung während ihres Studiums bei Erwin Wurm versucht die Künstlerin wieder vermehrt zu einem intuitiv ausgerichteten Schaffensprozess zurückzufinden. In ihren jüngsten Arbeiten lässt sie dabei stärker die Emotion als die Ratio sprechen.

Bisweilen macht es der Künstlerin auch Spaß, mit der Wahrnehmung der BetrachterInnen zu spielen und diese durch ihre pseudowissenschaftliche Herangehensweise auf eine falsche Fährte zu locken. Jedoch findet man zumeist mit ein wenig Geschick bzw. durch genaue Betrachtung relativ schnell wieder auf den richtigen Weg zurück, und das anfängliche Gefühl der Irritation verwandelt sich in ein freudiges Schmunzeln.

Text: Lucas Cuturi