Das Projekt „Der Grüne Salon“ der Künstlergruppe SPLITTERWERK im Living Studio der Stadtgalerie Klagenfurt transformiert den schwierigen, fast gangähnlichen Raum, mit geringer Höhe und bestimmender Fensterfront mittels einer atmosphärischen Neustrukturierung in einen Ausstellungsraum mit besonderer Ausstrahlung. Der ursprünglich ästhetische Fremdkörper, die schmutzig lindgrün gefärbten und innenraumseitig angebrachten Sonnenschutzlamellen, werden zum zentralen Thema des neuen Environments erhoben.
In dem die Zusammenhänge zwischen Funktion, Bedeutung, Raum, Oberfläche, Farbe und Atmosphäre verschoben werden, kippt SPLITTERWERK den vorgefundenen Charakter des Raumes und führt ihn in einen für das Label typischen Topos mit starker Präsenz über. Was vormals das Living Studio war, ist jetzt für die Zeit der Ausstellung von SPLITTERWERK „Der Grüne Salon“.
„Der Grüne Salon“ ist eine mehrteilige, dreiseitig geschlossene Rauminstallation.
- Vom Eingang aus gesehen auf der linken Seite liegt die beinahe 25 Meter lange dreidimensional ausgeformte „Salonwand mit Malerei und Interieur“ (bestehend aus 13 Colourprints auf Leinwand aus der Serie „1000 Meisterwerke“ gehängt auf lindgrünem Grund mit groben weißen Malereien und integriertem Fernseher mit Ausschnitten aus den Videokunstproduktionen „Active Ornaments“).
- Der „Architekturbildwerfer“ befindet sich auf der schmalen Schmalseite in der Tiefe des Raumes. Er zeigt Einblicke in die architektonische Arbeit von SPLITTERWERK seit 1988.
- Rechter Hand ist die 27 Meter lange „Salonwand mit Ornament und Sonnenschutz“ zu sehen. Sie zeigt großflächige Putzornamente und Colourprints aus der Serie „Performer“.
SPLITTERWERK ist eine Werkstätte der Bildenden Künste mit Sitz in Österreich.
Die Erforschung von experimentellen Oberflächen, von Beschichtungen und Reliefs aus computergenerierten Mustern bis hin zu elektronisch gesteuerten, bisweilen interaktiven Projektionen oder selbstleuchtenden Oberflächen, führt SPLITTERWERK zu einer grundsätzlichen Neubewertung nicht nur des Ornamentalen, sondern insgesamt der Oberfläche in der Bildenden Kunst.
Projektteam: Mark Blaschitz, Hannes Freiszmuth, Edith Hemmrich, Lisa Naumann,
Josef Roschitz, Nikolaos Zachariadis
Fotos
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