SOCCERARTS BENEFIZ-AUKTION
DER BESONDEREN ART

1) Kunstgruppe Olga - „Football“ / Mindestgebot 50€

Technik: Objekt aus Leder

Die Kunstgruppe Olga vertritt die Auffassung, dass der Fußball als hermetisches Objekt nicht durch außerhalb seiner selbst stehende Konzepte erkenntniserzeugend interpretiert werden kann. Ein gebrauchter Fußball enthält implizit alle zum Thema „Fußball“ assoziierbaren Werte – wie z.B. Begeisterung, Hoffnung, Sieg, Schmerz etc.
Das anfangs abstrakte Objekt „Fußball“ wird durch induzierte Emotionen in einen Seelenspeicher transferiert, der ohne Produktion materieller Werte sich vom ursprünglichen Objekt wesentlich abhebt.

Die Kunstgruppe Olga ist eine Agglomeration von derzeit zwölf jungen österreichischen KünstlerInnen, die von den Basisstandorten Wien, Graz und Salzburg aus operiert.


2) Katharina Karner „Glühendes Herz“ / Mindestgebot 500€
3) Katharina Karner „Klosterarbeit/Fußballschwein“ / Mindestgebot 500€
4) Katharina Karner „Kleines Andachtsbild“ / Mindestgebot 500€


Technik: Acryl, Lack auf Leinwand; Klosterarbeit: Mixed Media

Sport – insbesondere Fußball – wird in einer Zeit zunehmender Säkularisierung immer mehr zur Ersatzreligion vieler Menschen. Aber auch gläubige Fußballfans schrecken oft nicht davor zurück Heilige oder Gott im Dienste “ihrer” Mannschaft anzurufen. Fußballspieler werden zu Halbgöttern erhoben und ihr Konterfei nach der christlichen Ikonografie abgebildet. Mit ihren zum “Soccer Arts”-Wettbewerb eingereichten Arbeiten zollt die Künstlerin der Ersatzreligion Fußball Tribut und bietet 3 Varianten von Andachtsobjekten bzw. –bildern an.

Katharine Karner wurde 1983 in Wien geboren, lebt auch in Wien und besucht zurzeit die Universität für angewandte Kunst in Wien

5) bis 7)
Havlin Zbynek - „Siegesritual der Österreichischen Nationalmannschaft 1 - 3“ / Mindestgebot je 500

Technik: Fotografie, C-Print

„In dieser Arbeit geht es um die Unterstützung von Fußball und allem was damit in Verbindung steht. Fußball ist Teil der Kultur – „Fußballkultur“. I wünsche unserem Österreichischen Team nur das Beste und akzeptiere keinerlei skeptische Äußerungen. Wir werden gewinnen! Ich habe mein Bestes dafür gegeben – das „Siegesritual“.“

Havlin Zbynek wurde 1976 in Prag geboren, lebt und arbeitet seit 2003 in Wien.

8) Cordula Weitgruber - „Urnoudi“ / Mindesgebot 400€

Technik: Fotografie, Langzeit und Mehrfachblitz

„Ich wollte einen Bezug zu Österreich herstellen. Daher habe ich zwei österreichische Dialekte in einem Wort verbunden (wienerisch und steirisch).“


9) Cordula Weitgruber - „!Basis?“ / Mindestgebot 400€

Technik: Fotografie, Fisheyetechnik

„Ist die Basis wirklich das wichtigste bei einem Spiel? Fehlt nicht etwas entscheidendes
in diesem Foto? Es ist doch so, dass man mit einem Fußball und einem Tor allein nichts anfangen kann, wenn nicht Menschen vor Ort sind und spielen. Macht Fußball uns? Oder wir Fußball?“


10) Cordula Weitgruber - „Globall“ / Mindestgebot 400€

Technik: Fotografie, available light

„Mein Titel sagt schon mehr als tausend Worte. Seit jeher ist es so, dass Fußball Völkervereint und Menschen jeder Hautfarbe über die Grenzen hinaus verbindet!
Es ist nicht wichtig, welche Sprache du sprichst, welches Aussehen du hast, wer du bist. Entscheidend ist, wie du spielst und dass du diesen Sport liebst. Fußball ist wie eine Sprache – international!!!“

Cordula Weitgruber wurde 1990 in Graz geboren, lebt in Graz.


11) Gudrun Krieger - Preisträgerin in der Kategorie „Fotografie“
„Fussballschaun im Hermannpark“ / Mindestgebot 60,40€

Technik: Digitalfotografie

„Meine Streifzüge durch die Stadt Wien sind Ausgangspunkte für das Aufspüren von Veränderungen. Oft verbunden mit dem Slogan „Wien – Raus aus dem Alltagstrott“. Eine Bilderserie dazu gibt es aus dem Jahre 2006, wo die Fußballweltmeisterschaft stattfand. Anno dazumal schrieb man auf Kreidetafeln „Fußball schauen“ vor diversen Lokalen. Heute nennt man das im Fachjargon „Public Viewing“.
Diese temporären Ausnahmezustände oder auch Schauplätze mitten in der Stadt Wien wurden mit einfachen Fernsehern, modernste Flachbildschirme und auch Großbildleinwände geschaffen.
Die Unsichtbarkeit meiner Kamera vor Ort ist essentiell, um der Situation nicht die Authentizität zu stehlen. Es geht mir nicht um die Person/en selbst oder um einen Gesichtsausdruck, sondern um die Einbettung der Menschen, die diesen Ort freiwillig betreten. Die Entwicklung vom „kleinen Fußball kucken“ bis hin zum medial aktiven Public Viewing als neues soziales und ökonomisches Phänomen ist Thema des Werkes.“

Gudrun Krieger wurde 1976 in OÖ, Mühlviertel geboren, lebt in Wien


12) Anna Dworak - Preisträgerin in der Kategorie „Skulptur / Installation“
„Über die Problematik, vor der Fußballfans in den Alpen stehen“ / Mindestgebot 450€


Technik: Porzellanskulptur

Das Werk gehört zur Werkreihe "Alpenkulturen", die verschiedene Aspekte der Alpenrepubliken wie Alltagssituationen, Vereinswesen oder Sport zeigt - dargestellt in den Medien Zeichnung, Skulptur und Installation.
Die für diesen Wettbewerb eingereichte konzeptionelle Arbeit "Zu der Problematik, vor der Fußballfans in den Alpen stehen" zeichnet sich durch ein starkes Raumdenken aus und umkreist das Thema „Fußball“ sehr subtil: Sie stellt skurile Überlegungen an, wo in den Alpen Fußballfelder angelegt werden könnten und welche Wirkungen und Nebenwirkungen der Nationalsport Fußball dabei mit sich bringen würden: Nebenwirkungen machen sich in den gebirgigen Regionen unter anderem durch Staudämme aus fehlgeschossenen Bällen bemerkbar, die in den Flüssen unterhalb der mühsam in die Hänge gegrabenen Sportplätze entstehen.

Anna Dworak wurde 1979 in Alberschwende, Vorarlberg geboren, lebt in Wien.


13) Matthias Krinzinger - „Ohne Titel“ / Mindestgebot 0,58€

Technik: Leder, handgenäht

"Ein eckiger Fußball, handgenäht (von mir) aus Leder. Das Volumen entspricht einem "spieltauglichen" Fußball.
58 Cent verdient ein Näher in Pakistan pro Fußball, deswegen der Ausrufpreis.
Ansonsten bietet die Arbeit dem Betrachter 6 Interpretationsflächen...
P.S.: Durch sanften Druck kann man die würfelige form besser zur Geltung bringen."

Matthias Krinzinger wurde 1982 in Innsbruck geboren, lebt in Innsbruck.


14) Marianne Lang - „stay tuned“ / Mindestgebot 30€

Technik: Digitalfotografie

Das Werk thematisiert den Auflösungsprozess orts- bzw. nationalitätsgebundener Identität. Die Fotoserie, bestehend aus 16 Einzelbildern, zeigt bemalte Gesichter, die assoziativ eine Brücke schlagen von Fußballfanatismus über Kriegsbemalung bis hin zum mimikryartigen Fetischismus, der seine Herkunft zu tarnen sucht.

Marianne Lang wurde 1979 in Graz geboren, lebt in Salzburg.


15) + 16) Borislava Tsankova - „Fans2“ und „Fans3“ / Mindestgebot je 300€

Technik: Beide Öl auf Leinwand

„Der Fan ist ein sehr interessantes Phänomen. Konkret im Fußball würde ich die Fans den Fußballern gleich setzen. Sie spielen ein eigenes Spiel, das parallel zu dem auf dem Spielplatz verläuft. Der Fan ist ein unzertrennlicher Teil der Masse. Das Ich verschmilzt mit dem Kollektivum. Auf diese Weise wird eine mächtige, einem Sturm ähnelnden Kraft, die eine Mannschaft unterstützt. In diesem Massenkollektivismus gibt es sowohl konstruktive als auch destruktive Faktoren. Ich habe versucht den Fan als einen Teil von einem tierisch wilden Publikum darzustellen, das nach einem Spektakel gierig ist und das davon berauscht ist.“

Borislava Tsankova wurde 1980 in Sofia, Bulgarien geboren, lebt und arbeitet in Wien.


17) Stefan Palaver - „Ballspieler 2“ / Mindestgebot 900€

Technik: Öl auf Leinwand

„Ich selber hatte mit Fußball denkbar wenig am Hut. Dann kam das Jahr der Fußball WM und ich befand mich in diesem Sommer auf einer Reise durch Frankreich. Die WM war überall und nicht zu ignorieren, aber am stärksten wurde ich von ihr heimgesucht, als ich vier Tage in Tours in einem billigen Hotel vor dem Fernseher lag und das einzige, dem ich ohne Sprachkenntnisse folgen konnte, Fußball war. Also schaute ich zum ersten Mal vier Abende hintereinander ein Fußballmatch nach dem anderen an. Und das Wunder war, dass ich ganz gut damit leben konnte. Einerseits weil ich die Ästhetik des Spiels beobachtete, vielmehr jedoch, weil es einige attraktive Spieler gab, die es wert waren, dass man ihnen zusah.
Das also ist mein Zugang zu Fußball. Dabei ist mein Verständnis auch mehr oder weniger verblieben und diese zugegebenermaßen äußerst laienhafte Außenseitersicht gibt auch mein Bild „Ballspieler 2“ wieder. Es ist ein Jonglieren mit Farben und Bewegung und die Lust am Spiel.“

Stefan Palaver wurde 1978 in Klagenfurt geboren, lebt in Wien und Liebenfels/Kärnten.


18) Pia Pobaschnig - „Kerstins neue Schuhe“ / Mindesgebot 50€

Technik: Digitalfotografie

„Im ersten Foto wurde der gelbe Ball mit den blauen Streifen fokussiert. Dieser bunte Ball wurde von meiner Freundin Kerstin getreten. Sie erzählt mir vor dem Spiel, dass sie neue Schuhe habe – und so kam das Bild zu seinem Namen: Kerstins neue Schuhe.“


19) Pia Pobaschnig - „Aus dem Feld in das Feld“ / Mindestgebot 50€

Technik: Digitalfotografie

„Es war ein schöner Sonntag und das Rapsfeld leuchtete in einem herrlich strahlendem Gelb. Ich bat die Damen mit den hellblauen Fußballdressen „ aus dem (Raps)feld in das (Fussball)feld“ zu stürmen: YEAH, ein lachender, freudvoller Start ins Match!“


20) Pia Pobaschnig - „Wartende Wadeln“ / Mindestgebot 50€

Technik: Digitalfotografie

„Die Kombination von Gelb und Blau findet sich auch im dritten Bild wieder. Die Wadeln der Spielerinnen warten auf ihren Einsatz, um hineinzurutschen, Gegnerinnen den Ball abzujagen, die Schnelligkeit gegenüber anderen umzusetzen und auch mal einen Tritt zu bekommen.“

Pia Pobaschnig wurde 1988 in Klagenfurt geboren, lebt in Strau / Kärnten.


21) + 22) Alex Ruthner - Preisträger in der Kategorie „Malerei“
- „Barnett Newman Boys“ / Mindestgebot 1000€
- „1. FC Rauschenberg“ / Mindesgebot 500€

Technik: Beide Öl auf Leinwand

Beide Arbeiten beziehen sich in ihrem Format und ihrer plakativen Machart auf Stadientransparente und Fan-Graffiti. Diese Slogans tragenden Banner vermögen in ihrer Einfachheit und ihrer Direktheit der profunden Begeisterung Ausdruck zu verleihen.
Im Zuge der Nutzung dieser ästhetischen und symbolischen Form behält diese zwar ihr Erscheinungsbild bei, unterliegt jedoch nicht nur einer inhaltlichen Transformation, sondern erfährt auch einen Wechsel im Material: anstatt des üblichen Transparentstoffes finden sich die Parolen auf Leinwand wieder, um sich schon im Bildträger auf Malerei zu beziehen. Mit der gleichen Euphorie wie Fangemeinschaften sich dem Fußball widmen, drücken die Arbeiten Enthusiasmus für Kunst aus.

Alex Ruthner wurde 1982 in Wien geboren, lebt in Wien.


23) bis 26) Karin Ehrlinger - „Der Spieler 1 - 4“ / Mindestgebot je 50€

Technik: Fotografie und Grafikdesign

Es handelt sich hierbei um eine Bildserie, in der einzelne Personen in ihrer Bewegung durch den fotografischen Moment in der Luft festgehalten wurden. Die schwarz/weiß Fotografien wurden anschließend grafisch überarbeitet.
Vorbild dieser Arbeit sind die japanischen Mangas zum Thema Fußball, bei denen ebenfalls Bewegungen »eingefroren« werden. Die Bewegungen haben hierbei die Vollkommenheit der menschlichen Kraftübertragung erreicht.
Die Grafik in den Bildern soll nicht nur die Dynamik und Bewegung darstellen, sondern
viel mehr die Individualität, Erfahrungen und Erkenntnisse der einzelnen Personen/Spieler
zum Ausdruck bringen. Ebenso ermöglicht das grafische Bild die Phantasie und Gefühle
nach Außen zutragen. Unsere Wünsche, Phantasien und Träume besitzen eine bedeutende Bildlichkeit und drängen vor allem nach Außen.

Karin Ehrlinger wurde 1982 in Linz geboren, lebt in Salzburg.


A-9020 Klagenfurt am Wörthersee, Theatergasse 4
Tel: +43 (0) 463 / 537 - 5532 od. 5545, Fax: +43 (0) 463 / 59 30 22
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